Bootsliegeplatz Hamburg

Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung

Die Bundesrepublik Deutschland und die Stadt Hamburg möchten insgesamt 99 Millionen Euro in die Stadtteilentwicklung im Hamburger Osten investieren.

Der Deutsche Bundestag hat den Bezirk Hamburg-Mitte für die Teilnahme an einem Programm zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung ausgewählt. Das Modellvorhaben wird deutschlandweit in sechs Kommunen umgesetzt; Saarbrücken, Rostock, Erfurt, Plauen und Duisburg wurden ebenfalls ausgewählt. Der Bund stellt Hamburg für die Finanzierung des Modellvorhabens bis zu 49,5 Millionen Euro zur Verfügung.  Weitere 49,5 Millionen Euro werden von der Stadt Hamburg bereitgestellt. Das Modellvorhaben läuft von 2019 bis 2026.

Wir, der Wassersport Verein Elbe e.V., haben uns für diese Bundesfördermittel beworben und haben vor kurzen die vorläufige Zusage der Mittel erhalten. Am Standort Kaltehofe soll ein neues Wassersportzentrum entstehen, mit Gemeinschaftsräumen, Holz- und Metallwerkstätten in denen wir gerne kostenlose Kurse für Kinder und Jugendliche anbieten wollen. Beispiele könnten sein: Naturwissenschaftliches Konzept, das Bewusstsein für den Lebensraum Wasser schärfen. In Kooperation mit naturwissenschaftlichen Institutionen sind Projekte geplant, wie Wasserprobenuntersuchungen, Vogelbeobachtung, Grundlagenvermittlung, wie Strömung, Gezeiten, Wind … Die Natur in der Großstadt entdecken!  Sicherheit am Wasser vermitteln.

Vom WVE zum Wassersportzentrum für Rothenburgsort

Das Gelände des VWE ist in die Jahre gekommen und und muss für eine Öffnung im Sozialraum umgebaut werden. In diesem Zuge ist der Bau einer

  • nachhaltigen,
  • CO2-neutralen,
  • multifunktionalen,
  • barrierefreien,
  • niedrigschwelligen ganzjährig nutzbaren Einrichtung für den gesamten, bisher benachteiligten, Stadtteil geplant.

Wassersport - Verein „Elbe" e.V.
Kaltehofe Hinterdeich 19
20539 Hamburg
Tel.: +49 40 784439

Bootsliegeplatz Hamburg

Konzeptkomponenten

1.Nachhaltigkeit und Klimaneutralität

  • Segeln ist per se eine CO2-neutrale Fortbewegungsart und Sport in der Natur
  • Autarke Energieversorgung: Energieeffiziente Bauweise des neuen Gebäudes mit Energiegewinnung über Photovoltaik. (1.500 m2   Dachfläche)
  • Begrüntes Dach, naturnah Gestaltung der Freiflächen
  • Zum geplanten Umweltkonzept gehören auch eine eigene Abwasserklärung, verbunden mit modernem Regenwassermanagement
  • Wasser als Lebensraum: Das geplante Nutzungskonzept umfasst neben den sportlichen auch Ideen, um Umwelt- und Klimaschutz spielerisch-forschend erlebbar zu machen

 

2. Multifunktionalität

  • Mit dem neuen Multifunktionsgebäude entstehen soziale Räume für den Stadtteil.
  • Neben sportlich-sozialen Angeboten, wird es auch Werkstätten für handwerkliches Arbeiten geben. Eine eigene Reparaturwerkstatt gehört traditionell zum Verein.
  • Naturwissenschaftliches Konzept: Das Bewusstsein für den Lebensraum Wasser schärfen. In Kooperation mit naturwissenschaftlichen Institutionen sind Projekte geplant, wie Wasserprobenuntersuchungen, Vogelbeobachtung, Grundlagenvermittlung wie Strömung, Gezeiten, Wind … Die Natur in der Großstadt entdecken! Sicherheit am Wasser vermitteln.

Konzeptkomponenten

3. Barrierefreiheit

Durch den geplanten Umbau soll die Barrierefreiheit der Landanlage und die Barrierearmutder schwimmenden Anlage ermöglicht werden. 
Diese Voraussetzung schafft die Möglichkeiten für Behindertensport genauso wie für eine Kooperation mit sozialen Einrichtungen wie der Lebenshilfe.

Ziele:

  • Wassersport für alle
  • Stärkere Vernetzungsmöglichkeiten im Stadtteil

 

4. Niedrigschwellige Angebote

  • keine hohen Vereinsbeiträge
  • aktive und attraktive Freizeitgestaltung für alle Menschen, unabhängig von Einkommen und Herkunft
  • Sport, Bewegung und Begegnung: geplant sind generationsübergreifende und behindertengerechte Angebote durch Kooperationen mit Vereinen und sozialen Trägern aus dem Stadtteil (Bewegungs- und Kulturangebote, sozialer Treffpunkt, Klimaschutzangebote)
  • Der Bedarf im Stadtteil an Räumlichkeiten kann hier effizient und ressourcenschonend gedeckt werden.
Außerdem fördert Segeln das Zusammengehörigkeitsgefühl wie kaum eine andere Sportart! Das gilt auch für das handwerkliche Miteinander in den eigenen Werkstätten auf dem Gelände.

Weitere Besonderheiten des Konzepts

  • Das vor Ort liegende Forschungsboot des Geoinformatisch-Hydrographischen Instituts ermöglicht Angebote, um naturwissenschaftliche Phänomene begreif- und erlebbar zu machen.
  • Der Kerngedanke des neuen Wassersportzentrums ist Nachhaltigkeit in sozialer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht zu erreichen!
  • Alle Angebote können auch ohne Vereinsmitgliedschaft wahrgenommen werden.
  • Es bestehen Kooperationen mit sozialen Einrichtungen, wie dem Haus der Jugend, der Wohneinrichtung der Lebenshilfe und den Entenwerder Elbpiraten. Kooperationsgespräche und –absichten bestehen mit weiteren Institutionen aus dem Stadtteil.

 

  • Infrastruktur für alle: Alle Räumlichkeiten des neuen Wassersportzentrums werden Vereinen, Gruppen und Anwohnern des Stadtteils für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.
  • Die Lage am Wasser zeichnet den Stadtteil Rothenburgsort aus. Das neue Wassersportzentrum macht dieses Besonderheit nun auch für benachteiligte Bevölkerungsschichten nutzbar.

Kooperationspartner